Lehre

Aktuelle Lehrveranstaltungen an der Universität Bielefeld

270103 Digitale Medien im Kindes- und Jugendalter (Bachelor)

Kinder wachsen heutzutage mit der Selbstverständlichkeit auf, dass digitale Medien allgegenwertig sind. Computer, Laptops, Tablets und Smartphones sind heute in fast jedem Haushalt vorzufinden. Diese Technologien haben wiederum einen Einfluss darauf, wie Kinder die Welt wahrnehmen. So lernen Kleinkinder beispielweise, dass man durch wischen über einen Bildschirm, Bilder auf einen Bildschirm wechseln kann und reagieren verwundert, wenn ein Bildschirm nicht auf Berührungen reagiert. Die kognitive, soziale als auch motorische Entwicklung von Kindern ist damit eng verknüpft mit dem gesellschaftlichen Fortschritt und dem Gebrauch von digitalen Medien. Im Seminar soll dieser Einfluss von Medien auf die kindliche Entwicklung untersucht werden. Im Mittelpunkt stehen in diesem Seminar vor allem „neue“ Medien wie das Internet und den damit verbundenen Anwendungen (soziale Medien) und Geräte (Smartphones). Es soll aber auch erörtert werden, wie Eltern und Pädagogen am besten mit den neuen Medien in Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen verfahren sollten. Ab wann sollten Kinder z.B. ein eigenes Smartphone besitzen? Welche Risiken und Chancen einer frühen Nutzung von digitalen Medien gehen mit der kindlichen Entwicklung einher? Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird die Bereitschaft vorausgesetzt englische Texte zu lesen und zu bearbeiten. Die Vergabe von Leistungspunkten ist an eigene Recherchearbeiten und an einen schriftlichen Beitrag gebunden.

  • Unterlagen und Materialien zu dieser Lehrveranstaltung finden Sie im Lernraum
  • Die Abgabefrist für den Abschlussbericht ist der 31.03.2018

270270 Selbstregulative Fähigkeiten im Kindesalter – Eine Schlüsselkompetenz? (Bachelor)

Die Fähigkeit sich selbst zu regulieren (kognitiv, emotional und im Verhalten) kann als eine grundlegende Kompetenz verstanden werden um erfolgreich an der Gesellschaft teilzunehmen. In der frühen Kindheit werden selbstregulative Fähigkeiten benötigt um den Anweisungen der Bezugspersonen folge leisten zu können. Dies wird auch als Sozialisationsbereitschaft oder „Compliance“ bezeichnet. Im Vorschulalter ermöglichen selbstregulative Fähigkeiten dem Kind sozial adäquat gegenüber Peers zu reagieren, und im Grundschulalter bilden diese Fähigkeiten die Grundlage um dem Unterricht folgen zu können. Im Seminar sollen die unterschiedlichen Altersabschnitte (frühe Kindheit, Vorschulalter und Grundschulalter) und die damit verbundenen Anforderungen an die selbstregulatorischen Kompetenzen aufgegriffen und diskutiert werden. Grundständig werden Theorien, Konzepte (z.B. Vygotsky, Mischel etc.) und Studien (z.B. Dunedin Studie) erarbeitet die die Entwicklung und Bedeutung selbstregulativer Kompetenzen (Kognition, Emotionen und Verhalten) erklären. Darüber hinaus werden im Seminar klassische diagnostische Verfahren wie der Marshmallow-Test, sowie eine Auswahl der in den letzten Jahren zahlreich erschienenen Curricula und Interventionsprogramme aufgearbeitet (z.B. Tools of the Mind, COGMED, EMIL, FLEX, PATHS). Das gesamte Seminar wird sich an der Frage orientieren, inwiefern selbstregulative Fähigkeiten als eine Schlüsselkompetenz in der kindlichen Entwicklung zu verstehen sind.

  • Voraussetzung: Fähigkeit und Bereitschaft Fachartikel in englischer Sprache zu lesen.

Literatur:

  • Baumeister, R. (2014). Die Macht der Disziplin: Wie wir unseren Willen trainieren können. München: Goldmann Verlag.
  • Mischel, W. (2015). Der Marshmallow-Test: Willensstärke, Belohnungsaufschub und die Entwicklung der Persönlichkeit. München: Siedler Verlag.