Postervorstellung des SIA-ProD Projekts: Wie kann Fortbildung in der KiTa gelingen?

Postervorstellung des SIA-ProD Projekts (An innovative self-improvement approach for the professional development of early educators) auf dem 26. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft. Gefördert durch die Europäische Kommission. Projektnummer: 2016-1-EL01-KA201-023420

    • Datum: 20.03.2018: 13:00-14:15

Glüer, M.,  Bergtold, D., A. Grammatikopoulos, V., Gregoriadis, A., Linardakis, M., Tsangaridou, N., Zachopoulou, E., Kouli, O., Trouli, K., Xeni, E., Catellani, N., Chitti, D., Stylianidou, F., Kroussorati, K., Vatou(März, 2018). Selbstevaluation und Selbsttraining der Lehrkompetenzen von Erzieherinnen und Erziehern hinsichtlich physischer Aktivitäten: SIA-ProD project – An innovative self-improvement approach for the professional development of early educators. Poster auf dem 26. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, Duisburg-Essen.

Das Projekt SIA-ProD

Die Fort- und Weiterbildung von Erzieherinnen und Erziehern im Kitalltag stellt eine ökonomische und organisatorische Herausforderung dar. Durch Fort- und Weiterbildung ausfallende Arbeitsleistung von Erzieher/-innen muss durch andere Erzieher/-innen kompensiert werden, was wiederum mit erhöhten finanziellen Mitteln und organisatorischem Aufwand in Verbindung steht. Zudem stehen von außen herangetragen Fort- und Weiterbildung häufig dem Problem gegenüber, dass sie nicht auf die tatsächlichen und aktuellen Probleme und Bedürfnisse der Erzieherinnen und Erzieher ausgerichtet sind. Das europäische Verbundprojekt: „SIA-ProD project – An innovative self-improvement approach for the professional development of early educators“ gefördert durch die Europäische Kommission [Projektnummer: 2016-1-EL01-KA201-023420] bedient sich daher eines Selbstevaluations- und Selbsttrainingsansatzes, welcher sich nach den Bedürfnissen der Erzieherinnen und Erzieher richtet und innerhalb des Kitaalltags selbständig eingesetzt werden kann. Ziel des Projektes ist es Materialien zur Selbstevaluation und zum Selbsttraining zu entwickeln, welche Erzieherinnen und Erzieher zur Förderung der Individualentwicklung hinsichtlich der Lehrkompetenz von physischen Aktivitäten im Kindergarten eigenständig während der alltäglichen Arbeit verwenden können. Das Projekt gliedert sich in vier Phasen: (1) Die Entwicklung eines Instrumentes zur Selbstevaluation, (2) die Überprüfung der Gütekriterien des Selbstevaluationsinstruments, (3) die Entwicklung von Fortbildungsmaterialien zum Selbsttraining sowie (4) die Überprüfung der Wirksamkeit der Selbstevaluation und des Selbsttrainings. Das Poster präsentiert sowohl die Konzeption des Projektes als auch die Ergebnisse der ersten Phase: Die Entwicklung des Selbstevaluationsinstruments “Teacher Self-Assessment Assisstant” (TSAA).

Das TSAA ermittelt mithilfe von unterschiedlichen alltäglichen Lehrszenarien das repräsentierte Lehrverhalten von Erzieherinnen und Erzieher. Die Entwicklung des TSAA bedient sich der Discret Choise Modeling einer Methode zur Ermittlung des tatsächlichen Lehrverhaltens von Erzieherinnen und Erziehern. Grundlage des Instruments bilden acht Kompetenzbereiche der Lehre, die aus dem gegenwärtigen Forschungsstand abgetragen und durch ein Expertenteam im TSAA instrumentalisiert wurden: Förderung und Unterstützung, Supervision, kindlicher Zugang zu physischen Aktivitäten, Häufigkeit von grobmotorischen Aktivitäten, Bewertung der kindlichen Fähigkeiten, Engagement und Beteiligung der Fachkraft an physischen Aktivitäten, Informieren und Unterrichten der Eltern sowie die Planung von physischen Aktivitäten. Das TSAA wurde mithilfe einer Stichprobe von insgesamt 60 Erzieherinnen in Deutschland, Griechenland, Italien und Zypern auf dessen Durchführbarkeit getestet. Erste Ergebnisse zur Anwendung des Selbstevaluationsinstruments werden berichtet.

zur Projekthomepage: LINK

 

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